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..:: Das Schulgeschenk - AKT III::..

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Zwar war nicht allen die Euphorie beim Gedanken einer ähnlich harten Schicht am Sonntag ins Gesicht geschrieben, aber doch fanden wir uns am nächsten Tag in ähnlicher Stärke wieder, wobei sich ein besonders arbeitseifriger Kern herauskristallisierte.

Bei weiterhin supa Wetter stellte sich am 09. Juni eine gewisse Professionalität und Routine ein. So haben wir von Mittags bis zum späten Nachmittag die restlichen 3,5 Bahnen Steine verlegt. Während die letzten grauen Steine für die Parkfläche gelegt wurden, begannen die Ersten schon die Pakete mit den roten Steinen aufzureißen und heranzukarren. Nun entfachte die große Designdiskussion. Wir begannen die roten Steine auf die grauen Steine zulegen und versuchten so, einen Schriftzug zu erschaffen. Es lagen mehrere Ideen vor, jedoch entschieden wir uns aus Prestigegründen für einen großen 2-zeiligen Schriftzug, da dadurch die Herkunft des Platzes am besten deutlich wurde und selbst beim Flug über das Gebäude unser glorreicher Abijahrgang nicht vergessen oder gar verdrängt werden kann.

So wurden die roten auf die grauen gelegt und von oben herab kritisch beäugt. Schwierig bei der Umsetzung war, dass wir die roten Steine nicht zerschneiden wollten und so aus versetzt liegenden Knochensteine den Schriftzug zaubern mussten. Deshalb wurde von erhöhter Position und dank anwesenden LK Kunst Arbeitern an der ein oder anderen Stelle ein Stein hinzugefügt bzw. wieder weggenommen. Nachdem das Design definitiv stand, wurden die grauen Knochensteine, auf denen der rote Schriftzug lag, mit Kellen, Fingern und ähnlichen Gerätschaften herausgehoben und durch rote Steine ersetzt. Bei dieser Aufgabe entstand nochmals ein enormer Energiekick bei allen. Ein Jeder wollte beim Verlegen bzw. Einsetzen des Schriftzuges mithelfen und bestärkt durch die einsetzende Dunkelheit wurde „ABI 2002“ in Rekordzeit eingesetzt.

Was waren das doch für Momente, als durch Stein und Stein die Vollkommenheit der gesamten Fläche zunahm und es kurz vor endgültiger Dunkelheit geschafft war: der Schriftzug war drinne!!! Jeder konnte nun durch das Schulgebäude sehen, welcher Jahrgang noch Berge versetzen und solch ein bleibendes Geschenk für unser Fontane-Gymnasium schaffen kann. Überglücklich und absolut fertig fuhren wir an diesem Abend nach Hause, nachdem der Platz fürs erste mit Sekt eingeweiht wurde und die Hauptarbeit geschafft war.

Aber auch wenn auf den ersten Eindruck der Platz fertig schien, musste noch ein Tag mit menschlicher Arbeitskraft geopfert werden um die Zufahrt, die Betonkanten, das Einrütteln der Steine sowie das Einfegen des Sandes, Herrichten der verbliebenen Grünflachen und Zurückräumen der Fahrradständer zur endgültigen Planerfüllung zu erledigen.

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Der 21. Juni 2002 wurde dazu auserkoren das bedeutenste Bauwerk Rangsdorfs zur Vollendung zu bringen. Nach Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse und letzten organisatorischen Absprachen bezüglich Abiballs etc. verschafften sich die Ersten schon wieder Luft, indem sie die Betonauffahrt zum Platz zerstörten und die tausend Einzelteile in einen Container entsorgten, neben denen auch die restlichen alten Pflastersteine Platz fanden.

Die Kanten der gepflasterten Fläche hin zur Straße wurden mit Brettern gesichert damit beim darauffolgenden Abrütteln der Restfläche die Steine nicht seitwärts nachgeben konnten.

Gleichzeitig wurde die Einfahrt zum Platz eingemessen. Hierbei stellte sich das Problem, dass ein stärkeres Gefälle benötigt wurde als die übrige Flache hatte. Wir entschieden uns eine Kante auf Höhe der Hecke zu setzen um so die Steigung zu zwei teilen und damit die Bewältigung für den gemeinen Fahrradfahrer zu erleichtern.

So wurde in altbekannter Manier die Fläche für die Zufahrt vorbereitet. Mischrecycling rauf – einmessen, damit überall gleich viel drin ist - 1. mal abrütteln - Sand rauf - Eisenstangen als Höhenbegrenzung rein - mit Abzieher abziehen - Anfang der ersten Reihe legen - danach restliche Auffahrt legen - an den Seiten mit Holzbrettern und Schnurnägeln gegen verrücken der Steine sichern - 2. mal abrütteln, diesmal mit Gummiplatte unterm Rüttler - Holzbretter wieder weg - endgültige Betonkante zur Fixierung der Auffahrt setzen - mit Sand einfegen und schlussendlich staunen übers Geschaffte!!! (So ungefähr zumindest in Kurzform und in der Theorie)

Aber auch bei der Einfahrt stellten sich schwere designtechnische Fragen. Da wir noch viele rote Steine über hatten, wurde überlegt diese in der Einfahrt mitzuverlegen. Letztendlich setzte sich die nun zu bewundernde Variante durch.

Nachdem auch die Auffahrt Bombe aussah, begann der entmutigende Teil an diesem Tage, wenn nicht sogar der ganzen Aktion überhaupt. Wir brauchten wieder Erde um die Leeren Flächen um den Bäumen wieder auf Höhe zu bringen um dort wiederum Grassamen darin zu betten. Aber auch diese Schubkarren wurden von den fleißigen Karrenfahrern bewältigt. (Ich denke die Leute, die fast nur Karren von A nach B bewegt haben, können zustimmend nicken wenn ich die Art der unnatürlichen Armverlängerung am Ende des Abends hervorhebe).

Zu guter vorletzt musste die gesamte neugepflasterte Fläche mit Sand eingefegt werden. Mit Besen bewaffnet, wurde nun versucht den etwas feuchten Sand einzufegen. Da wir aber auch diesmal nur unzureichend Sand hatten, mussten wir uns wieder eine ABM einfallen lassen. Irrtümlicherweise liehen wir uns dafür feinsten Buddelkastenkies, der wie wir später mitbekamen für die Grundschule bestimmt war. Dem ungeachtet konnte uns auch die zurechtweisende Stimme des „Grundschulhausis“ nicht zähmen, der, nachdem er die Kiesleihaktion mitbekommen hatte, auf den rechtmäßigen Besitzer des Kieses vehement verwies. Jedoch verlief diese Auseinandersetzung ohne gegenseitige bleibende körperliche Schäden, da er von der Dimension und der Ausstrahlung des Projektes so beeindruckt war und auf weitere Maßnahmen verzichtete. Nichtsdestotrotz verlief das Einfegen relativ beschwerlich. Deshalb kam man auf die Idee den Kies unter zu Hilfenahme von Wasser einzuspülen. Dies stellte sich als gute zeitsparende Idee heraus.

Nebenbei wurden Aufräumarbeiten betrieben, die auch hier in körperliche Wettbewerbe ausarteten. Denn so mussten die restlichen Steine zusammengeräumt werden. Ich glaube beim Transport von Steinen übereinandergestapelt in den Händen vor dem Körper getragen, betrug der Rekord ca. 20 Steine. Man konnte zwar nicht mehr sehen, wohin man trat und lief und auch so sah man wie ein Pinguin beim scheißen aus, aber es war egal. Spassz musste es machen und ich glaube den hatten wir alle irgendwie. Zumindest bin ich mir ganz sicher, dass der harte Kern des arbeitenden Volkes sich gerne mit einem zwinkernden Auge und stechenden Schmerzen in den ein oder andere vorhandenen Muskeln an diese Tage zurückerinnern wird. Zwischenzeitlich nieselte es ein wenig, jedoch als schlussendlich auch die Fahrradständer wieder zurückgebracht und neu positioniert wurden, riss der Himmel auf und die Sonne versüßte uns unsere letzten Handgriffe an unserem Abigeschenk.

Nun liefen viele von uns in die Aula um unser vollbrachtes Meisterwerk aus luftiger Höhe bewundern zu können. Der Jubel aller Beteiligten ließ daraufhin nicht lange auf sich warten, den was man dort oben geboten bekam, war einfach genial. Dass man mit vereinten Kräften, viel Axelschweiß, Kompromissen und ein paar Baumaterialien so etwas eindrucksvolles Schönes schaffen konnte, was gewiss noch viele Lehrer und Schüler späterer Generationen an unseren einmaligen Abijahrgang 2002 in Erinnerung schwelgen lässt.


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