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Wie lange haben wir darauf gewartet?

13 Jahre lang arbeiteten wir auf diesen einen Tag hin:

UNSEREN ABIBALL!!!

Bereits zu Beginn der 12. Klasse war uns allen klar, es sollte etwas ganz besonderes werden. Und so fand sich ein kleines Team aus engagierten und organisationsfähigen Schülerinnen und Schülern zusammen, um diesen einzigartigen Tag in unserem Leben vorzubereiten. Rückblickend lässt sich sagen: wir haben hart dafür gearbeitet, mussten viel Ärger über uns ergehen lassen, haben so einige Fehler gemacht und dennoch ist es uns gelungen, einen unvergesslichen Tag zu organisieren, der schon alleine deshalb vergeblich nach seines gleichen sucht, weil er nach Meinung des Lehrerkollegiums „irgendwie anders“ war.

Für alle, die nicht dabei waren, aber auch für diejenigen unter uns, bei denen der Alkohol sämtliche Erinnerungen weggespült hat, soll an dieser Stelle ein kleiner Rückblick den Abend in seiner ganzen Pracht darstellen!
Nun denn: los ging es also am Freitag. Zu früher Stunde trafen sich bereits die Deko – Mädels mit Franziska und Anne an der Spitze, um das Airporthotel Fontane in einen festlichen und urgemütlichen Saal zu verwandeln. Etwa zur gleichen Zeit machten sich 2/3 der Abizeitungsredaktion auf den Weg nach Potsdam, um „ihr Baby“ abzuholen. Nihal und Anett fuhren also zur Druckerei, wobei Florian leider zu Hause bleiben musste, denn eines war ganz gewiss nötig: gaaaaaaaanz viel Platz im Auto. Gegen 11 Uhr trudelten dann so langsam alle im Hotel ein, wobei man im Nachhinein feststellen muss, dass die Beteiligung – mal wieder – weniger als gering war. Zumindest war Verlass auf diejenigen, die gekommen waren und so wurden fleißig von Andreas und seiner Crew Tische und Stühle geschleppt, Jacob, Peter, Matthias und Jacqueline bauten die Bühne auf und es wurde dekoriert ohne Ende. Unsere Tanzmädels, vertreten durch Janine, Susanne und Claudia, wagten einen ersten Probedurchlauf. Gegen Abend konnten wir dann bereits den Lohn für unsere Mühen bewundern, sodass wir uns zwar erschöpft, aber dennoch zufrieden auf den Heimweg machten. Schließlich waren Augenringe das Letzte, was man am folgenden Tag gebrauchen konnte.

Pünktlich um 15 Uhr stellten wir uns also am Samstag zum Gruppenfoto auf und nun hieß es für geschlagene 30 Minuten stillstehen und das Sonntag-Nachmittag-Gesicht aufsetzen...immer schön freundlich, bitte, denn schließlich hatten wir ja alle einen Grund zum Glücklichsein! Anschließend wurden noch ein paar Absprachen getroffen, das Programm durchgegangen und schon konnte es losgehen. Philipp und Franziska eröffneten die Veranstaltung und hatten auch die ehrenvolle Aufgabe, die Gäste durch den Abend zu führen. Während der Veranstaltung kristallisierten sich einige Höhepunkte ganz stark heraus. Herr Wünsche betrat begleitet von dem Song „Mister Boombastic“ die Bühne und bei den lasziv erotisch dahingehauchten Worten „Mister Lover Lover“ waren es nicht nur die Mädels, die in Jubeln ausbrachen. Auch „I´m too sexy“ bei Herrn Domroese, „I´m a slave for you“ auf Frau Peschke gemünzt, Frau Glor mit „An Angel“, Frau Schadow, die von „Jesus he knows me“ begleitet wurde und Herr Kremer ganz typisch bei „Blau, blau, blau blüht der Enzian“ trafen genau den Punkt. So hatten irgendwann alle ihre Zeugnisse mit samt Abizeitung in den Händen und konnten sich auf den unterhaltsamen Teil des Abends konzentrieren. Ein wahres Wechselbad der Gefühle gab es, als Saskia, Rotz und Wasser heulend, der Rede von Matthias und Anett lauschte, wofür letztere sich im Gegenzug mit ebenso emotionalem Gefühlsausbruch bedankte, als Saskia und Nicole mit zarten Stimmen den Schlüsselsatz des Abends trällerten: „Those were the days, my friend, we thought they´d never end...“.

„Genug geheult“, dachte sich wohl auch unser Dietmar und trat nun seine Rede an, die so ziemlich alle von uns zunächst wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Schließlich hört man an seinem Abiball nicht unbedingt gerne, dass das deutsche Abitur im Vergleich zum europäischen Abschluss eher unterdurchschnittlich ist. Aber auch das wurde lächelnd und mit einem zwinkernden Auge zur Kenntnis genommen, denn anders kennen wir unseren Chef ja eigentlich auch nicht. In dem Zusammenhang wurden Emanuel und Alice für ihren glänzenden Abschluss ausgezeichnet und auch Andrea erhielt ihre Anerkennung für besondere Leistungen im Fach Französisch. Für den besonderen Pep sorgten anschließend wieder unsere Tanzmädels, denn mit wackelnden Hüften, schwingenden Röcken und versteckt aufblitzenden Strumpfbändern brachten Janine, Susanne, Claudia und der Rest der Truppe so manch einen aus der Ruhe. Der komplette Gegenpol dazu, aber trotzdem oder gerade deshalb unvergesslich war die Blankenfelder Saxband unter der Leitung von Wolfgang Locher und mit Anke Deutschmann am Mikrofon – Gänsehautfeeling pur! Allerdings warteten noch immer alle auf die Sensation des Abends, denn Thomas hatte sich die Mühe gemacht, ein Video mit den besten Szenen aus Sekundarstufe 2 zusammenzuschneiden. Bereits die Anmoderation mit den Worten „Liebe Eltern, jetzt werdet ihr eure Kinder so sehen, wie ihr sie noch nie gesehen habt“ versprach einiges und letztlich konnte sich kaum noch jemand vor lauter Lachen und Gejubel im Stuhl halten – der perfekte Abschluss des offiziellen Teils!

Zusehen und –hören macht ja bekanntlich Hunger und so stürzten sich anschließend alle auf das Büfett und räumten es kräftig leer, wie es sich eben gehört. Die abgetrennten Räume zum Essen boten jedem noch einmal die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen, bis es dann ab 22 Uhr so richtig zur Sache gehen sollte. DJ Jens Fischer, auch bekannt als DJ Fox, verstand es gekonnt, sich dem Publikum anzupassen, sodass zunächst unsere Eltern und Lehrer die zu ihrer Generation passende Musik geliefert bekamen, während wir damit beschäftigt waren, uns gegenseitig die Abizeitungen mit euphorischen „Ich werde Dich vermissen“-Sprüchen vollzukritzeln. Auch der traditionelle Eröffnungswalzer durfte natürlich nicht fehlen (Tanzschule sei Dank!). Nach einiger Zeit richtete sich unsere Aufmerksamkeit dann doch auf die Musik, sodass nun ein Anpassungsprozess in umgekehrter Reihenfolge stattfand und so auch wir musikalisch auf unsere Kosten kamen. Bis ca. 3 Uhr lief somit alles wunderbar, doch zu diesem Zeitpunkt war der überaus zuvorkommende und sympathische Herr Kartschoke, seines Zeichens Hoteldirektor, der Meinung, die Veranstaltung nun beenden zu müssen. Wieder flossen die Tränen en masse, denn plötzlich stand man vor der schwierigen Aufgabe, sich voneinander verabschieden zu müssen. Für viele ging es nun Richtung Heimat, doch ein besonders feierwütiger Haufen pilgerte noch zu Thomas, um dort den endgültigen „Untergang“ zu zelebrieren. Da bleibt doch am Ende nur noch eines zu sagen:

„Those were the days, my friend, we thought they´d never end…”

 

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:: zu den fotos ::

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